„Seit Anfang 1975 bis Ende 1987 habe ich ausschließlich sehr realistische Bilder mit gesellschafts- und umweltkritischen Themen gemalt; – naturgemäß verbrauchten sich die Sujets durch Wiederholung, und so ersetzte ich allmählich (bei gleicher Thematik) den Gegenstand durch das Wort. Die Übergangsphase begann 1985; bis 1988 verdichteten sich die großen bekritzelten Mauern zu scribturalen Strukturflåchen.
Die eingeschriebenen Texte sollen unsere Wirklichkeit widerspiegeln, d.h. in den Spannungsfeldern zwischen Lyrismen und Primitivismen, zwischen vieldeutigem Unsinn und philosophischer Formel sehe ich unser psychisches und physisches Labyrinth.
Für die Palimpseste ist neben der Niveau-Ebene vor allem die Zeit-Ebene bestimmend. Das In- und Nebeneinander von Uraltem und Neuem auf 300 Jahre altem Papier – teils mit ebenso alter Beschriftung – verweist auf die historische Definition des Begriffes „Palimpsest“.
Technik
„Es handelt sich hier ausschließlich um Aquarelle, wobei helle Schriftzüge auf dunklem Grund mit Deckfarben aufgetragen wurden. In den letzten Jahren ist Pastellpuder für großflächige Dunkelheiten hinzugekommen.“
(Dieter Zirkel, 2001, 2002)









